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Learning by doing fish- Ein SchülerKunstProjekt

Schüler lassen Fische fliegen - Pressestimme -

Greifswald. Berge von Mutterboden türmen sich auf dem neuen Campus der Montessorischule. Zwischen Pfützen schlängeln sich erste Ansätze vom Gehweg. Pflastersteine warten auf routinierte Steinsetzer. Typisch Baustelle eben. Doch mittendrin ragt Kunst heraus. Schülerkunst!

Eine Woche lang arbeiteten 30 Gymnasiasten des Alexander-von- Humboldt-Gymnasiums mit 20 Gleichaltrigen des Stettiner Gymnasiums Nr. 29 an verschiedenen Exponaten. Überdimensionale Fische aus Holz etwa, die jetzt wie Wächter auf Stelen über dem fast fertigen Pausenhof thronen. „Wir wollten einen großen Lernort schaffen, in dem künftig viele Schülerarbeiten Gestalt annehmen“, berichtet Projektchefin Sabine Fiedler. Die Idee dazu entwickelte sie gemeinsam mit Anja Bernhardt von der Aktion Sonnenschein. Der Verein ist Träger der Montessorischule und beauftragte Fiedler mit der Gestaltung des zwei Hektar großen Campus im Ostseeviertel. Doch für die Landschaftsarchitektin stand schnell fest: Einen fertigen Pausenhof wollte sie den Kindern nicht vorsetzen. Vielmehr sollen die Nutzer selbst mitbestimmen, womit sie sich in ihrem zweiten Zuhause umgeben - und dabei ganz nebenbei auch noch lernen: „Wie baue ich einen Schuppen, wie gärtner‘ ich, wie entsteht ein Mosaik“, nennt Sabine Fiedler Beispiele für Projekte und baut dabei auf kreative Köpfe.

Ein Konzept, das funktioniert, bewies in der zurückliegenden Woche die 8R des Humboldtgymnasiums. Alles ehemalige „Montis“, die den Anfang machen sollten und vom Kunstprojekt sofort hellauf begeistert waren. Doch noch ein anderer Aspekt kam hinzu: der Austausch mit einer polnischen Jugendgruppe. Genialer Gedanke, denn nach einem entsprechenden Förderantrag avisierte die Pomerania für das gesamte Unterfangen knapp 20 000 Euro. Damit lässt sich etwas anfangen. Sabine Fiedler gewann für die Woche drei Künstler, die den Schülern zugleich verschiedene Fertigkeiten nahebrachten. Jana Wolf aus Klein Luckow etwa fertigte mit ihnen Mosaikbänke. Der Greifswalder Edvardas Racevicius und Christoph Gramberg aus Berlin weihten sie in die Holzgestaltung ein. „Die Schüler hatten viele Ideen“, lobt Gramberg die Entwürfe. Aus denen ging unter anderem ein Helikopterfisch hervor - quasi als „Überflieger“ zu allen anderen. „Passt doch irgendwie auch zur Schule“, findet der Holzbildhauer.

Überflieger - für Magdalena Chawziuk waren das in dieser Woche irgendwie all ihre Schützlinge. Die Deutschlehrerin aus Stettin fand es spannend, den Schülern beim Arbeiten zuzuschauen: „Sonst habe ich sie ja immer nur im Unterricht. Hier jedoch zeigen sie ganz andere Talente“, erklärt sie.

Auch für Marianne Lockenvitz, Klassenlehrerin der 8R, war die Woche etwas Besonderes: „Die Schüler konnten ihre eigenen Ideen umsetzen, hatten eine super Anleitung von den Künstlern und zudem noch Gelegenheit, englisch zu kommunizieren.“ Das sahen die jungen Akteure genau so. „Die Arbeit in der Modellbaugruppe hat mir sehr gefallen“, erzählt Inga Suermann, „aber auch, dass ich meine Sprachkenntnisse vertiefen konnte.“

Für Projektchefin Sabine Fiedler ist das wohl das schönste Lob und entschädigt für alle Mühen der vergangenen Wochen. Bleibt abzuwarten, welche Ideen die Montessorischüler entwickeln, denn demnächst sind sie selbst am Zug.

Autor: PETRA HASE

 

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Pressestimmen 

Spielplatz "Tischlein Deck Dich" 22.05.2010

Marihn (AKI).

Gemäß des Cittaslow - Credos des Genusses und einer lebenswerten Umwelt, dessen sich der Ort Marihn verschrieben hat, sollen auch die Kinder auf spielerische Art und Weise mit dem Thema Ernährung in Berührung gebracht werden. Nach der Idee des Märchens „Tischlein deck dich“ entsteht derzeit entlang der Einsteinstraße,am Dorfteich vorbei, ein neuer Kinderspielplatz, der Naturverbundenheit mit gesunder Lebensweise verbindet. „Eine Art Hochzeitsprämie“, sagt Jens Kamin, ehemaliger Bürgermeister von Marihn. Gebaut wird nach dem Entwurf der Projektgemeinschaft Spielräume Lantana aus Klein Lukow. Zentrales Element ist laut Plan der Landschaftsarchitektin Sabine Fiedler, der Bühnenbildnerin Jana Wolf und des Bildhauers Lucas Fritsch, ästhetischen Anspruch mit Funktionalität zu verbinden. „Wir wollen für die Kinder spannungsreiche Spielräume erschließen, die sie zum Entdecken einladen“, sagt Sabine Fiedler. Dabei sei ihnen wichtig, jede gerade Linie zu vermeiden. „Das kommt noch früh genug“...

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